[Info] AHK-Feder und Kupplungsmutter - alt und neu

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Super Rider
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[Info] AHK-Feder und Kupplungsmutter - alt und neu

Beitrag von Super Rider »

Wo ich grad eh wg. Kupplungsproblemen nicht zum Fahren komme, dachte ich mal,
ich nutze die Gelegenheit, um zu zeigen, wie sich die beiden Varianten (alt/neu)
unterscheiden und wozu das Ganze überhaupt gut ist. Vielleicht interessiert
es ja den einen oder anderen.
-An dieser Stelle sei anzumerken, dass es hier, im Forum, dazu schon den einen oder
anderen Beitrag gab und u.U. hat jmd. auch schon von seinem Händler beim Kauf der
neuen (Doppel-) Feder gesagt bekommen, da müsste auch die neue Mutter dazu.
Bis jetzt aber nirgends gehört oder gelesen, warum das denn so ist. (-"Isso!")
Interessanterweise habe ich hier mal nen L-Kupplungskorb in die Hände bekommen;
da war bereits die neue Doppelfeder verbaut, allerdings in Verbindung mit der alten Mutter - :grobirr


Los geht's:

Kupplungsmuttern: links alt, rechts neu
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.
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Federn: wieder mal links alt, rechts neu
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Jetzt wird's interessant: Feder + Mutter - so, wie sie in der Kupplung verbaut werden
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Und nun machen wir's mal falsch herum: links - alte Mutter mit neuen Federn; rechts - neue Mutter mit der alten Feder
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^Wie man sieht, stimmt da was nicht..
Die Federn haben eine Dicke von je ca. 0.8mm.
Bei der alten Mutter ist die Schulterhöhe 1mm; bei der neuen sind es dagegen 2mm!

Wichtig ist hierbei, dass, wenn alles eingebaut ist, die Mutter nicht auf die Feder(n) drücken darf.
Somit muss sich die Feder noch ein klein wenig begewen können.

Ist man zu geizig, um 10+€ für die neue (schwarze) Kupplungsmutter auszugeben (irgendwo zwar verständlich, aber..)
und montiert die neuen Federn mit der alten Mutter zusammen, so hat man bei 2 Federn eine Gesamtdicke von (0.8mm * 2 = ) 1.6mm
und das Spiel ... ja, .. es gibt keins. Die Federn dienen dann einfach als Unterlegscheiben.
So haben es sich die Konstrukteuer sicherlich nicht gedacht.

Was kann man von solch einer Kombination erwarten?
- Dass die Federn kaputt gehen. (vermutlich nicht sofort; erst wenn man weit genug von zu Hause weg ist)
- Dass die AH-Funktion nicht die Möglichkeit haben wird, zum Einsatz zu kommen, da der Druck der nun vorgespannten Feder
zu groß ist. Und wenn man das Federplattenspiel so richtig groß einstellt, wird's wahrscheinlich doch noch funktionieren.
Einmal. Und danach zerlegt sich die AH-Feder.


Wie stelle ich sicher, dass ich nicht die alten Dinger bekomme?
- Die alten Versionen (Mutter, Feder) dürfte es offiziell nicht mehr zu kaufen geben.
- Die neue Kupplungsmutter ist schwarz; die neue AH-Feder ist zweiteilig.
- ET-Nummern vergleichen: Kupplungsmutter neu (schwarz): 92015-1929; AH-Feder neu (es werden 2x benötigt): 39130-1071.


Was ist, wenn ich mir zu den neu erworbenen AH-Federn aus religiösen Gründen die neue Kupplungsmutter nich kaufen will, und schon gar nicht bei dem Preis (> 10€)?
- Eine Möglichkeit wäre, eine entspr. große, 1mm dicke Unterlegscheibe zu verwenden. Wenn ordentlich gemacht, hätte ich persönlich hierbei keine Bedenken.



Die Maße der beiden Kupplungsmuttern habe ich mir aufgeschrieben;
wenn ich mal Zeit (ok, .. Lust) habe, versuche ich mal, ne Zeichnung daraus zu machen.

Metalhead77

Re: [Info] AHK-Feder und Kupplungsmutter - alt und neu

Beitrag von Metalhead77 »

Denken wir mal so:

Dichtung 4,99
neue Feder 10,-
neue Lamellen 125,37 bei Andy

Und sich dann anpissen wegen nem 10er für die Mutter?

Also ich weiss nicht ob´s die paar Kröten bringen...

cherokee190

Re: [Info] AHK-Feder und Kupplungsmutter - alt und neu

Beitrag von cherokee190 »

Die Kupplungsmutter verfügt über eine Quetschsicherung, deshalb sollte diese nach Demontage auf jeden Fall gegen eine neue Mutter ersetzt werden. Siehe auch WHB.
Alte Ausführungen der Muttern gab es lt. Aussage "meines" Örtlichen schon 2007 nicht mehr. Somit geht der Weg eigentlich nur über ein neues Paar Federn + neuer Mutter.

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Super Rider
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Re: [Info] AHK-Feder und Kupplungsmutter - alt und neu

Beitrag von Super Rider »

der Vollständigkeit halber:
Im Haynes steht bspw. dass man die Kupplungsmutter (alt) nach dem Festziehen noch mit Hammer und Durchschlag
einseitig an der Welle ähm... 'sichern' sollte.
Ich pers. wäre kein Fan vom Rumhauen auf der Welle; das kann man auch im ausgebauten Zustand machen
oder eben mit nem Schraubstock kein wenig nachhelfen. (wenn man sich schon für diesen Weg entschieden hat)
Manche Sachen, die im WHB stehen, sollte man halt nicht überbewerten. Verkehrt isses nicht,
nur eben nicht immer notwendig und nicht die einzige Lösung. (jetzt mal generell)
Wir kaufen uns ja auch nicht alle die "Kawasaki-Spezial-Tools", um etwa die Kupplungsmutter aufzubekommen, die Gaser zu synchronisieren
oder beim Überholen der Gabel.
(Der Haynes ist übrigens voller solcher "Alternativlösungen"; das Eigenbau-Kupplungshaltewerkzeug ist da bspw. auch beschhrieben)

cherokee190

Re: [Info] AHK-Feder und Kupplungsmutter - alt und neu

Beitrag von cherokee190 »

Als Sparfuchs kann man bestimmt auch die alte Mutter wieder verwerten, aber was brings?!
Diese kann ich nur nutzen in Verbindung mit der alten Ausführung der AHK Feder. Diese hat sich in der Praxis als zu schwach erwiesen! Die neuere Variante funktioniert bei mir seit Jahren.
Somit sollte man es schon richtig machen, alles andere wäre sparen am falschen Ende. Es geht hier um genau 24,-€ (Paar Federn + Mutter)!

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Re: [Info] AHK-Feder und Kupplungsmutter - alt und neu

Beitrag von Super Rider »

mit "(alt)" war eine gebrauchte Kupplungsmutter in der neuen Ausführung (schwarz) gemeint.
wenn man alles eh neu macht, fällt der Mehrpreis kaum ins Gewicht.
wenn man aber grad erst alles ersetzt und mit ner nagelneuen Mutter zusammengebaut hat,
nur um kurze Zeit später, nach nem genauen Blick in drei Handbücher und div. Bilder im Internet,
festzustellen, dass alles wieder auseinander muss..
nee - die knapp 12€ + Versand spar ich mir diesmal.
Ggf. etwas nachquetschen + evtl. nen Tropfen Loctite werden's bei mir diesmal tun.

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