Wassereinspritzung

Alles was die Technik der ZXR betrifft, aber in keine andere Rubrik paßt.

Moderator: Börni

Wassereinspritzung

Beitragvon Kawikaze » 02 Apr 2004 15:52

Habe gerade mal ein paar (ältere) Bücher gewälzt, Thema Formel 1.
Mitte/Ende der 80er wurde mal kurzzeitig mit Wassereinspritzung experimentiert. Mischungsverhältnis Benzin Wasser ca. 5:1. Leistungsgewinn ca. 10% oder halt 10% Verbrauchsminderung.
Führt eben zu einem kühleren Verbrennungsprozeß, sprich höhere Verdichtung des Gemisches durch mehr angesaugtes Volumen.
Wär doch mal interssant das am Mopped auszuprobieren, sprich den Sprit mit Wasser mischen und größere Hauptdüsen verbauen.
Ob das wohl funktioniert?
Normmalerweise wurde sowas ja mit einer komplizierten Einspritzung verwirklicht.
Kawikaze
 

Beitragvon Gast » 02 Apr 2004 16:00

Das Hauptproblem wird sein das Benzin mit dem Wasser zu mischen :wink:
Gast
 

Beitragvon Gast » 02 Apr 2004 18:05

Ich stell' mir die Szene gerade an der Tanke vor: Stehst an der Kasse und sagst:" Säule 3 und 2 Becher Wasser." :shock: :twisted:
Gast
 

Beitragvon Gast » 02 Apr 2004 18:55

funktioniert DEFINITIF nicht! du benötigst einen separaten wassertank und separate wassereinspritzdüsen, da sich benzin NICHT mit wasser mischen lässt, daher gibts sogenannte benzinaditive (petrolänliche substanz) die das kondenswasser im tank bindet, damit du kein rupfen hast wenn du plötzlich das kondenswasser bei einem auto einspritzts... der aufwand lohnt sich sicherlich nicht... :roll: dann lieber NOS oder WasserAlkohol einspritzung, abgasturbolader, schwungmasse verringern, staudruck verringern, zündzeitpunkt richtung früh verschieben (bitte nicht damit rumspielen), flachere kolbenböden.........
Gast
 

Beitragvon Wayne von BW » 02 Apr 2004 19:22

die schweizer mag ich einfach :lol: wenn die was machen dann präzise-diese einstellung vermisse ich oft im arbeitsleben :cry: hab mich in der arbeit deswegen des öfteren bis mitternacht reingestellt und getüfftelt weil wieder irgendwer das mit der genauigkeit nicht sooo ernst nimmt. turboaufladung ist definitiv die preiswerteste, langlebigste und leistungssteigernste methode leistung rauszuholen. aber das muß man wirklich genau abstimmen und akribisch arbeiten. werde diesen sommer weitertüfteln und kai auf dem laufenden halten (der sabbert nämlich schon wenn er nur "turbo" hört :lol: :lol: )

in diesem sinne

Andi
Wayne von BW
 

Beitragvon Gast » 02 Apr 2004 19:27

danke für die blumen... :)

abgasturbolader... ist auch recht heikel, ladedruck um 0,5bar erhöhen, einmal kalt pushen und dein motor ist alteisen... bei nachträglich eingebauten abgasturbolader empfielt sich eine ladeluftkühlung und verstärkte ventilfedern, verstärkte pleuellager, eine bessere wärmeabführung....

willst noch mehr solche posts andi? hab noch einiges auf lager ... gleich mal die inventarliste hol.... :)
Gast
 

Beitragvon Wayne von BW » 02 Apr 2004 20:16

beim thema turbo machen wir bei gelegenheit mal nen eigenen threat auf :wink: da ich auf diesem gebiet jahrelange erfahrung im kfz-bereich habe :lol: ....aber jetzt hören wir auf sonst kann kai heut nacht nicht mehr gut schlafen :?

grüße in die schweiz

andi
Wayne von BW
 

Beitragvon Kai » 02 Apr 2004 23:40

um den schlaf habt ihr mich schon gebracht. :wink: *träum*

@kawikaze: meines wissens wurde mit der wasser/methanol-einspritzung während der turbo-ära experimentiert. da hatten die motoren von bmw beispielsweise auch bis zu 1400 ps während des qualifyings! :shock: :shock:

ich schließe mich da der meinung an, daß das ohne aufladung nicht sinnvoll ist.
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Beitragvon zxr-fightclub » 03 Apr 2004 11:02

TURBO sabber hechel *habenwill* :twisted: :twisted: :twisted: :twisted:
Ich habe keine Lust!!!!!!!
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Beitragvon 69thorsten » 03 Apr 2004 11:29

Soviel ich weiß hatte Honda auch mal nen 500er Zweitkter mit Wassereinspritzung im GP laufen lassen da sich Wasser ja aus Wasserstoff und Sauerstoff zusammensetzt hat man eine noch bessere Verbrenung erreicht als nur mit der "beruhigten" Luft.
69thorsten
 

Beitragvon Kawikaze » 04 Apr 2004 0:06

Ich werd das demnächst vielleicht mal ausprobieren. Natürlich sind die Vorteile beim aufgeladenem Motor noch viel größer, aber jeder der mal bei richtig feuchter Luft mit dem Bock unterwegs war, hat sicherlich einem enormen Zusatzschub bemerkt, aufgrund der kälteren und schwereren Luft. Werde also mal das allseits beliebte Magnetventil der Flachis zum Wasserspender auf Knopfdruck umfunktionieren.
Kawikaze
 

Beitragvon Wayne von BW » 04 Apr 2004 0:16

@kawikaze
da hast du absolut recht. ich kann mich noch gut an nen kalten sommermorgen erinnern- so um halb sechs in der früh, der tau noch auf der ganzen mühle und ich zu spät aufgestanden und dann richtung arbeit. der bock war so willig, daß er sogar im 2. noch richtig nur durchs gas geben vorne männchen gemacht hat.(9er-motor). das hab ich seitdem nicht mehr erlebt. einzige schlußfolgerung war die kalt-feuchte luft- da hat die mischung anscheinend gepasst :wink:
Wayne von BW
 

Re: Wassereinspritzung

Beitragvon Speedy J » 03 Apr 2010 4:24

Kawikaze hat geschrieben:Habe gerade mal ein paar (ältere) Bücher gewälzt, Thema Formel 1.
Mitte/Ende der 80er wurde mal kurzzeitig mit Wassereinspritzung experimentiert. Mischungsverhältnis Benzin Wasser ca. 5:1. Leistungsgewinn ca. 10% oder halt 10% Verbrauchsminderung.
Führt eben zu einem kühleren Verbrennungsprozeß, sprich höhere Verdichtung des Gemisches durch mehr angesaugtes Volumen.
Wär doch mal interssant das am Mopped auszuprobieren, sprich den Sprit mit Wasser mischen und größere Hauptdüsen verbauen.
Ob das wohl funktioniert?
Normmalerweise wurde sowas ja mit einer komplizierten Einspritzung verwirklicht.



Hallo,
der Thread liegt jetzt locker 6Jahre zurück,aber würde mich ja einmal über dein Ergebnis freuen,falls das noch weißt.

Wie hatse das ganze mit Wassereinspritzung vorgenommen,welche Teile verbaut,usw...??
Und wie hat es sich bemerkbar gemacht??

MfG

Und noch Frohe Ostern
Speedy J
 

Beitragvon Börni » 03 Apr 2010 5:36

@Speedy:

Klaus hat mit Kawas nicht mehr wirklich viel am Hut. Von daher wirst wohl keine Rückmeldung bekommen.
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Re: Wassereinspritzung

Beitragvon Holzstange » 29 Jun 2020 23:02

Das kann ich nur bestätigen! Bin letztens bei feuchtwarmen Wetter, es hat noch leicht geregnet, gefahren und meine dicke ging ab wie die Hölle. Samtweicher motorlauf wo sie normalerweise am rasseln und vibrieren ist und gefühlte 20Ps mehr Leistung habe ich dann war nehmen können. Man könnte vielleicht ganz feine Wasserzerstäuber vor dem Vergaser in Standrohren installieren aber Wasserdampf wäre villeicht besser :mrgreen:
Zuletzt geändert von Holzstange am 30 Jun 2020 0:00, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Wassereinspritzung

Beitragvon Tie » 29 Jun 2020 23:58

Boah, Ihr rührt hier den Bodensatz auf...

Der beschriebene Effekt basiert auf Verdunstungskälte, was eine höhere Ansaugluft- bzw. Gemischdichte bewirkt.
Da das Wasser bzw. der Wasserdampf jedoch innert (reaktions- bzw. hier verbrennungsneutral) ist, reduziert er den Liefergrad des Motors!
Eine zusätzliche Knallgasexplosion findet NICHT statt!
Dieser Nachteil lässt sich nur durch Zwangsbeatmung (Turbo) überkompensieren!
Beim Sauger ist Wassereinspritzung vollkommen sinnlos!

Der bessere Motorlauf nach einem Gewitter liegt schlicht an der vorhandenen Kühle und angeblich auch an dem wetterbedingt erhöhten Ozongehalt, ala ... "Es riecht nach Regen..."

Fazit: Kältere Ansaugluft > höhere Gemischdichte > mehr Bums - hinter dem Komma!
Da wäre es einfacher die Airbox zur Hälfte mit Eiswürfeln zu füllen...

(Trockeneis wäre noch besser! Aber nicht in der Airbox! Denn wer lässt seinen Motor CO² inhalieren?)
Woher soll ich wissen was ich denke, wenn ich nicht lese, was ich schreibe?

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Re: Wassereinspritzung

Beitragvon Holzstange » 30 Jun 2020 0:08

Hast recht Tie, die Technik kommt von Turbo Flugzeug Motore. Wassereinspritzung+Methanol beim Flug in Bodennähe und N2O(Lachgas) in Größeren höhen wurde da verwendet und oberhalb 11Tsd.M.reiner Sauerstoffoder. Habe mich auch gewundert warum das beim Sauger funktioniert.
Methanol- Wassereinspritzung
das Mischverhältnis ist: MW 50- 50% Methanol(CH3.OH),49,5%Leitungswasser und 0,5% Anticorrosionsschutzöl. Oder MW30- 30% Methanol,69,5% Leitungswasser und 0,5% Schutzöl. und noch eine Mischung mit MW60- 60% Methanol. Reines Wasser geht aber auch nur da rostet alles Schneller obwohl heute sind die Motoren aus Alu Nikasil, Alusil, sollte eigentlich kein Problem sein. Durch die bessere Kühlung hat der Motor bessere Standfestigkeit obwohl mehr Leistung abverlangt wird. Der Anwendungsbereich dieser Gemische lag unterhalb der Voldruckhöhe des Motors und diente zur Leistungssteigerung während des Startvorgangs und für erhöhte Kampf-und Notleistung unter extremen Bedingungen.
Hierbei wurde die Ladeluft gekühlt,die Drucksteigerung im Lader erhöht, eine gute innere Kühlwirkung im Zylinder erzielt, die Klopfneigung des Kraftstoffes gehemt und damit die Möglichkeit geschaffen, den Ladedrck am Boden auf Werte anzuheben, die sonst wegen überhühter Wärmebeanspruchung der Zylinder nicht Anwendbar gewesen wären.
Die Leistungssteigerung mit MW Zusatzeinspritzung konnte bei DB-Triebwerken als Notleistung über eine Zeitdauer von 10 min. angewendet werden, oder aber mit Unterbrechungen beliebig oft, jeweils 5 Min. Nach Aussagen von Frontpiloten wurden auch Flüge mit MW Eispritzung Über 40 Min. Dauer durchgeführt, ohne das Triebwerk zu Beschädigen. Lediglich die Betriebsdauer der Zündkerzen wurde durch diese Zusatzbelastung auf 15- 30 Stunden begrenzt.

[b]Wassereinspritzung
Aus Ermangelung an Brenstoffen auf Alkoholbasis war man häufig im Fronteinsatz gezwungen, mit einer reinen Wassereinspritzung im Notfall zu fliegen.
Da hierbei die Korrosion eine wesentliche und störende Rolle spielt, war dieses Verfahren auf wennige Triebwerksmuster beschränkt. Dieses Verfahren durfte nur bei einer Lufttemperatur oberhalb von 0 Grad C angewendet werden, um nicht eine ungewollte Ladervereisung herbeizuführen. Nch jeweils 50 Flugstunden ußten die Triebwerke auf Korrosionsschäden hin inspiziert werden.
Du hast keine ausreichende Berechtigung, um die Dateianhänge dieses Beitrags anzusehen.
Zuletzt geändert von Holzstange am 01 Jul 2020 22:18, insgesamt 6-mal geändert.
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Re: Wassereinspritzung

Beitragvon Super Rider » 30 Jun 2020 0:42

Die Frage wäre jetzt noch, was du denn vorher so genommen hast, dass du die 20PS extra wahrnehmen konntest, und gibt's da noch mehr von? :mrgreen:
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Re: Wassereinspritzung

Beitragvon Windy-ZXR » 30 Jun 2020 7:09

Tie hat geschrieben:Beim Sauger ist Wassereinspritzung vollkommen sinnlos!


da eine tropfende düse zu kleinen rissen im zylinderkopf führen kann, bin ich eh kein freund davon. trotzdem gibt es solche systeme auch für saugermotoren. :wink:
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Re: Wassereinspritzung

Beitragvon Tie » 30 Jun 2020 7:31

Öcht? :roll:
Erleuchtest Du mich?
Woher soll ich wissen was ich denke, wenn ich nicht lese, was ich schreibe?

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Re: Wassereinspritzung

Beitragvon Windy-ZXR » 30 Jun 2020 9:18

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Re: Wassereinspritzung

Beitragvon Tie » 30 Jun 2020 9:30

Da gehts auch nur um Turbo-Motoren!
Woher soll ich wissen was ich denke, wenn ich nicht lese, was ich schreibe?

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Re: Wassereinspritzung

Beitragvon Windy-ZXR » 30 Jun 2020 10:08

beim schnellen überfliegen bin ich über das wort "saugrohr" gestolpert und nahm fälschlicherweise an, es handle sich um saugermotoren. :roll: sorry.
ich persönlich war noch nie ein freund der wassreinspritzung weshalb ich nicht nicht weiter damit befasst habe. aber die technik schreitet voran und so hätte es ja sein können, dass neue einspritzverfahren die sache auch für den sauger interessant machen.
ob der oben verlinkte kit für den 996 was taugt, soll doch bitte wer anders testen. :lol:
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